www.eurocamp-Spreewaldtor.de

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Sonntag, 13. September 2020

Ein unerwartet romantischer Abend


Eigentlich sollte es ein ganz normaler lustiger Bingoabend werden. Wie immer hatten Nicole und Anja schöne Preise besorgt: Campingstühle, Strohhüte, ein Sonnenschirm … alles was man für eine unerwartet warme Camping-Nachsaison braucht. Viele Gäste waren gekommen. Die Lostrommel rollte, die ersten Preise wechselten ihre Besitzer. 



Einzelne Menschen jubelten, andere zerrissen seufzend ihre Bingoscheine – langsam wurde es dunkel. Doch dann setzte mit einem Schlag die Musik aus und es wurde dunkel. Verzweifelt versuchten die Gäste, ihre Bingoscheine zu entziffern und auch Anja gelang es nicht mehr, die gezogenen Lose vorzulesen.

Stromausfall. Gott sei Dank nicht nur auf dem Platz, sondern in der gesamten Gemeinde, was für Siggi und Alex bedeutete, dass sie nicht nach der Ursache suchen mussten.

Jetzt wurde in aller Eile nach Kerzen gesucht, Handytaschenlampen wurden angeschaltet, und der Bingoabend wurde in romantischem Kerzenlicht weitergeführt.



Der Stromausfall dauerte zwei Stunden.

Leider ist so ein Totalausfall alles andere als romantisch für uns. Die Schwimmbadpumpen fallen aus, das BHKW läuft nicht mehr, alle Computer müssen neu gestartet und so einige computergesteuerten Geräte neu programmiert werden. Das kostet mal locker fünf Stunden zusätzliche Arbeitszeit.

Montag, 7. September 2020

Der Neue in der Rezeption



Einigen von euch ist sicherlich schon aufgefallen, dass wir eine tatkräftige Unterstützung in der Rezeption haben. Es handelt sich bei dem jungen Mann um Dion Klatt, der sein Betriebspraktikum bei uns macht. Dion kommt aus Göttingen und studiert BWL im Masterstudiengang in Bielefeld. Sein Interesse gilt besonders Familienunternehmen, und da ist er natürlich bei uns auf dem Eurocamp genau an der Quelle. Außerdem gehört er zur Familie. Er ist nämlich Alex „kleiner“ Cousin.

Dions Studium war corona-bedingt überwiegend in ein einsames Online-Studium verändert worden, und so freut er sich nun, mal wieder ganz echte Menschen zu sehen. Schnell hat er sich in das Computer-System eingearbeitet, und um die Gäste auch gut beraten zu können, ist er an seinen freien Tagen im Spreewald unterwegs.

Besonders beeindruckt ist er von dem Zusammenhalt des Unternehmens, dass also  jeder großen Enthusiasmus an den Tag legt und bereit ist, viel mehr Zeit zu investieren, als es in einem normalen Wirtschaftsunternehmen der Fall ist.

Was ist besonders beschäftigt, ist das „Busphänomen“, wie wir es immer nennen. Manchmal gibt ja in der Rezeption Zeiten, in denen Ruhe einkehrt und nicht so viel zu tun ist. Dann aber legt sich wie von Zauberhand ein Schalter um, und die Gäste strömen in Scharen. Es ist, als wenn ein Bus vor dem Eurocamp gehalten hätte. Wenn sich dann eine Schlange vor der Rezeption bildet, klingeln auch beide Telefone gleichzeitig und die Gäste haben zahlreiche sehr komplizierte Probleme.

Dion ist auf alle Fälle ein kompetenter und freundlicher Berater, und es ist so gut wie unmöglich, ihn aus der Ruhe zu bringen. Und er ist höchst interessiert. Er bestaunte die Technik des BHKW, fuhr mit in die Metro zum Einkaufen und stand in aller Herrgottsfrühe auf, um den Schwertransport zu erleben, der das neue Mobilheim lieferte.

Bis Ende September ist er noch bei uns. Dann wird er sicherlich viel Praxiserfahrung in sein Studium mitbringen.



Donnerstag, 3. September 2020

Ein paar Tage Krankenhaus



Nicht immer gehen die Dinge gut aus. Gerade beim Bauen passieren viele Unfälle. Dann sagt der eine schnell: Pack mal mit an! Man überschätzt sich, reißt die Arme hoch, schleppt und ignoriert den Schmerz.

So geschehen beim weiteren Ausbau des Wellnessbereichs. Zuerst dachte Alex noch an ein Muskelkater, schlimmstenfalls eine Zerrung – ein bisschen Mobilat und gut isses – doch diesmal war es wirklich schlimmer. Die Sehne in der Schulter war gerissen und musste wieder angenäht werden. Ein fünftägiger Krankenhausaufenthalt in Lübben konnte ihm niemand ersparen.

Immerhin ging es ihm schnell wieder gut, und die Ärzte entließen ihn sogar einen Tag eher – nicht wegen guter Führung, sondern wegen Nerverei. „Wann kann ich endlich nach Hause… ich werde so dringend gebraucht.“

Dabei sind wir alle ziemlich entspannt ohne ihn klar gekommen.



Montag, 31. August 2020

Die Saison in Zahlen



Immer noch ist viel los auf dem Platz, doch ist nicht zu übersehen, dass die Nachsaison beginnt. Bis jetzt haben wir hart gearbeitet – immerhin ging es nach dem Corona-Lockdown mit wenig Personal ziemlich schnell von null auf hundert Prozent.



Um es für euch etwas anschaulicher zu machen, präsentiere ich euch mal ein paar Zahlen.

Siggi und ich hatten es morgens übernommen, die vorbestellten Brötchen in Tüten zu packen und zu verkaufen. Täglich wurden zwischen 400 und 1000 Brötchen vorbestellt, sodass wir in dieser Saison ungefähr 72 000 Brötchen in Tüten verpackten.


Auch Siggi Jung konnte mit Rekordzahlen auffahren. 15 Kilo Pommes wurden täglich bei ihm geordert, 800 Kilo Pommes bereitete er damit in der Saison zu.


Das Telefon stand natürlich auch nicht still. In der Zeit von Mai bis August wurden in der Rezeption 13 000 Anrufe entgegen genommen.



Nicole und Peter konnten ebenfalls einen Rekord vermelden. 480 Rollen dieser Jumbo-Klopapier-Rollen wurden in den vier Monaten verbraucht, das sind 120 Rollen in der Woche.


Übrigens erwiesen sich unsere Chip-Bänder als  heimliche Lieblinge der Saison.  1200 Gäste warfen den Chip ohne das Bändchen in den Abgabekasten und nahmen das Bändchen als Souvenir mit nach Hause. Aber das ist schon okay – wir freuen uns, wenn es euch gefällt und ihr uns damit in guter Erinnerung behaltet.

Freitag, 28. August 2020

Aquagym – auch für Nichtsportler



Montags morgens treffen sich die Frühsportler stets zur Aquagymnastik mit Nicole im Schwimmbad. Der Kurs hat sich nun schon die ganze Saison über bei Dauercampern und Touristen großer Beliebtheit erfreut.

Nur einige – und meist die, die es dringend nötig haben - lassen sich nur ungerne davon überzeugen, dass es ihnen gut tut, sich mal zu bewegen.

„Mach doch mal mit. Das ist auch was für dich!“, versuchten Ehefrau und Freunde unseren Dauercamper Micha Weiß von seinem Glück zu überzeugen. Doch Männer – das wissen wir Frauen ja nur zu gut – sind in Sachen Gesundheit ja gerne beratungsresistent.





Dann plötzlich erschien er doch am Rand des Pools, allerdings ziemlich bockig und in ungewöhnlichem Outfit. Er wurde trotzdem ins Wasser gedrängt und in Bewegung gebracht.

Am nächsten Tag dann der Klassiker: Muskelkater vom Feinsten!



Montag, 24. August 2020

Kaum Muggel im Wald…


 

Auf den ersten Blick macht die Gruppe, die auf der Kranichwiese ihre Wohnwagen und Zelte aufgeschlagen hat, einen merkwürdigen Eindruck. Ein kleiner Teppich liegt in der Mitte, Menschen stehen im Halbkreis herum, eine Drohne fliegt darüber.






Es sind die Geocacher, die wieder einmal bei uns zu einem Event eingetroffen sind. Der Reviewer Ralf Kahlbau hat dazu eingeladen und das Treffen wie immer perfekt organisiert. Die zahlreichen Anmeldungen zeigen, wie beliebt das Event ist.

Ralf Kahlbau gibt Hinweise zu den Caches, die er und sein Team versteckt haben. Es sind T 5 Caches rund um das Eurocamp versteckt worden, Klettercaches und Angelcaches, für die man eine spezielle Ausrüstung benötigt, aber es gibt auch normales Caches zu suchen, die auch ein Anfänger finden kann.


Geocaching ist eine moderne Form der Schnitzeljagd, die man heute mit Hilfe von Koordinaten und dem GPS auf dem Handy durchführen kann. Und doch erinnert nichts mehr an die altvertraute Schatzsuche der Kindergeburtstage. Sätze wie „Konnte nicht loggen, zu viele Muggel“ oder “Wieder mal ein Bodenlogger“ fliegen mir um die Ohren. Man muss sich also schon mit dem Geocaching vertraut gemacht haben, bevor man sich auf die Suche nach den kleinen geheimnisvollen Döschen macht.

Von Ralf Kalhbau erfahre ich auch einen Satz, der einem zu denken geben sollte:

„Leg dich nie mit einem Geocacher an. Er kennt Stellen, an denen du nie gefunden wirst.“

Wenn man aber die sympathischen Geocacher auf unserem Platz sieht, muss man nicht wirklich Angst haben…


Sonntag, 23. August 2020

Je später der Abend…


 

Erinnert ihr euch noch an Udo Jürgens? Nach dem letzten Song, wenn die Zugabe anstand, trat er im Bademantel auf die Bühne.

Anja legte noch eins drauf. Beim vollbesetzten Bingoabend, als schon die aufregendsten Preise über die Bühne gegangen waren, lud Anja zu einem Extraspezial in die vierte Bingorunde ein. Es dämmerte bereits, die kleineren Kinder waren schon ins Bett gebracht worden, da präsentierte Anja den Hauptpreis des  Bingoabends. Gedimmtes Licht, laute Musik, und dann trat Anja auf die Bühne, lüftete T-Shirt und Jeans und präsentierte essbare Unterwäsche aus Liebesperlen. Applaus, Gelächter und etwas, das sich ein klein wenig wie Lustschreie anhörte, gellten über den Marktplatz. Ihr könnt euch vorstellen, dass die Bingoscheine nun in Zehnerpacks verkauft wurden.

Die Gewinnerin der Bingorunde trug den Sieg mit Humor und versprach beizeiten, ein Foto zu schicken.