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Dienstag, 19. März 2019

Weg frei für den Bebauungsplan im Nordbereich


Gestern auf der Gemeindevertreterversammlung haben wir einen ersten Erfolg verzeichnen können. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan wurde von der Gemeinde genehmigt. Die Dauercamper, die sich in diesem Bereich angesiedelt haben, befinden sich durch den Aufstellungsbeschluss somit im Duldungsverfahren.
Im weiteren Verfahren müssen wir in den kommenden Wochen und Monaten alle Zustimmungen zu dem Bebauungsplan über die Träger öffentlicher Belange einholen.
Soweit diese uns dann vorliegen und die Kommunalwahlen in Brandenburg entschieden sind, versuchen wir den Bebauungsplan auch rechtmäßig fertig zu stellen.
Hier noch mal die ganze Story:
Im November wanderte eine Bauordnungskontrolle über unseren Campingplatz, um die Bauten der Dauercamper zu beanstanden, die ein festes Standvorzelt errichtet hatten. In vielen Bundesländern sind diese Art von Standvorzelten erlaubt. Brandenburg allerdings hat eine veraltete Campingplatzverordnung, nach der diese Art von Bauten nicht gestattet sind. Sie gelten als „nicht ortsveränderlich“ und werden damit einem Wochenendhaus gleichgestellt.
Nach dieser Bauordnungskontrolle brach bei uns große Ratlosigkeit aus. Viele Dauercamper hatten sich diese Häuschen liebevoll hergerichtet. Sie waren ja teilweise auch schon so lange auf dem Platz, und fühlten sich hier wohl. Und auch wir wollten natürlich, dass sie blieben.
So haben wir alle Arbeiten, die wir in der Zeit hatten, zur Seite geschoben. Das Thema Dauercamping und Standvorzelte stand im Vordergrund und überlagerte alle anderen Probleme. Wir holten uns Rechtshilfe, luden die Dauercamper zu einer Versammlung ein und sorgten für Aufklärung. Zuletzt blieb uns nur der Weg, einen Bebauungsplan zu entwickeln, der über dieses Gebiet gelegt wurde.
Einen Bebauungsplan zu erstellen, ist natürlich enorm kosten- und zeitintensiv und war weder in unserem Zeit-, noch in unserem Finanzbudget eingeplant, aber uns blieb keine Alternative. Immerhin zeigten sich da unsere Dauercamper von einer großartigen Seite, weil sie sich bereiterklärten, einen Teil der Kosten mit zu tragen. Der größte Posten blieb aber natürlich an uns hängen.
An dieser Stelle müssen wir unbedingt den Architekten Reinhard Schulz aus Bückchen erwähnen, der ebenfalls alle Projekte zur Seite schob und noch an einem Sonntag zu uns rauskam, um uns von da an mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Mit seiner Hilfe entstand ein Bebauungsplan, der nun eingereicht werden konnte und der dazu beiträgt, die Dauercamper in diesem Bereich zu legalisieren.
Das Vermessungsunternehmen Behrends aus Lübben übernahm die Aufgabe, den Platz und die bestehenden Gebäude der Dauercamper zu vermessen und einzuzeichnen.
Viel Zeit, Nerven und Kosten hat es gekostet, aber offensichtlich hat es sich gelohnt.

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